Pressemitteilung - Lücken in den aktuellen Hilfsprogrammen verantwortungsbewusst schließen

Lücken in den aktuellen Hilfsprogrammen verantwortungsbewusst schließen – VSW legt Konzept für kleine und mittelständische Unternehmen zur zielgenauen Unterstützung vor
Arbeitgeberpräsident Dr. Jörg Brückner geht in die kurzfristig für morgen anberaumte weitere Spitzenbegegnung mit der Staatsregierung mit einem Konzept der gezielten Förderung der kleinen und mittelständischen Unternehmen im Freistaat Sachsen.

Dazu erklärt Dr. Brückner: „Es ist in den letzten Tagen viel passiert. Es wurde schnell und unbürokratisch gehandelt. Das möchten wir anerkennen – ohne wenn und aber.

Bei aller wachsenden Besorgnis zur wirtschaftlichen Situation bleibt noch immer die Gesundheit der Menschen der zentrale Punkt für das Handeln aller. Und dennoch müssen wir uns – Staat und Wirtschaft – intensive Gedanken machen, wie wir den Absturz in eine existenzbedrohende Wirtschaftskrise abbremsen, um das Schlimmste zu verhindern.

Wir unterbreiten der Staatsregierung folgenden Vorschlag, der geeignet ist, die noch bestehenden Lücken zügig und verantwortungsbewusst zu schließen:

1.     Ein einmaliger Zuschuss in Höhe von 3.000 Euro je Beschäftigten für die kleinen Firmen mit maximal 50 Mitarbeitern, also in Summe max. 150.000 Euro zur Überbrückung der Umsatzrückgänge und Zahlungsausfälle, um diese Firmen in die Lage zu versetzen, die Wiederaufnahme des Geschäfts in den nächsten Wochen finanzieren zu können.

2.     Mittelständische Unternehmen im Bereich 50 bis 250 Mitarbeiter sollen keinen Zuschuss, aber ein besichertes Nachrangdarlehen erhalten, bemessen am durchschnittlichen Liquiditätsbedarf für zwei Monate zwischen 1,5 und 6 Mio. Euro (berechnet entsprechend der Bundesbank-Statistik).

Es versteht sich von selbst, dass diese Gelder ausschließlich zur Stabilisierung der Unternehmen eingesetzt und nicht entnommen werden dürfen.

Diese Maßnahmen, so Dr. Brückner, sind sehr dringend. Die Unternehmen setzen dafür auf die bevorstehende Entscheidung des Sächsischen Landtages in der Sondersitzung am 09.04.2020.

In einem zweiten Teil schlagen wir die Anpassung bestehender sächsischer Programme vor, die neu dotiert werden müssen, wie jenes für die kleinen Unternehmen unter 50 Mitarbeitern (bekannt als „kleine GA“) bzw. die FuE-Projektförderung für Unternehmen, die sich den strukturellen Herausforderungen mit neuen Produkten stellen müssen.

‚Last but not least‘ bitten wir den Freistaat Sachsen um die temporäre Änderung des Bundesprogrammes zur Erleichterung von Investitionen.
Dr. Brückner abschließend: Die Herausforderungen sind sehr hoch und eine Garantie für den Erfolg haben wir nicht, weil wir noch immer nicht wissen, wann die Aufholjagd beginnen kann. Eines ist sicher, für uns alle werden es herausfordernde Zeiten.“