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Pechern


 

Der Ortsteil Pechern


Pechern, 1406 erstmals urkundlich erwähnt, war seit Jahrhunderten mit dem Land Priebus verbunden. Als Priebus 1413 von der Lausitz ins schlesische Herzogtum Sagan wechselte, wurde auch Pechern schlesisch.

Der Name des Dorfes kommt von den vielen Pechöfen, mit denen früher ein großer Teil der Bewohner durch Pechgewinnung aus Kiefernholz seinen Lebensunterhalt bestritt. Weitere Erwerbszweige waren neben Landwirtschaft (im Neißetal) und Waldarbeit auch Köhlerei und Bienenzucht. Anfänge einer bescheidenen Industrialisierung Ende des 19. - Anfand des 20. Jahrhunderts sind durch Rückschläge wieder vernichtet worden. Zur Zeit besteht in Pechern neben kleinen Handwerksfirmen auch eine landwirtschaftliche Agrargenossenschaft.

Die Geschichte von Pechern ist ohne das Rittergut und die Kirche undenkbar. Im Mittelalter waren die Besitzer des Gutes Angehörige des Kleinadels und hatten zum Teil einen schlechten Ruf als Raubgesellen. Das änderte sich jedoch besonders nach dem Dreißigjährigen Krieg. Als Beispiel ist hier die Familie v. Bibran zu nennen, die durch ihre wohltätige Föderung von Kirche und Gemeinde bekannt wurde. Auf Heinrich Gottlob v. Bibran geht die Schulgründung im Ort zurück. Ab dem 19. Jh. wechselten die Besitzer des Rittergutes relativ oft. Das Gutsschloß wurde 1945 stark beschädigt. Im Herbst gleichen Jahres enteignete man im Zuge der Bodenreform den letzten Besitzer Ernst Kirckhefer.

Wann die hübsche kleine Fachwerkkirche erbaut wurde, ist nicht bekannt. Die ersten Hinweise stammen aus den Jahren 1593 und 1597. Während der Gegenreformation mußte das Gotteshaus geschlossen werden. Auf Erlaß Friedrich II. bekam im Jahre 1747 die Gemeinde ihre Kirche zurück, die 1751 völlig erneuert eingeweiht wurde. 1855 erfolgte die Zuordnung zum Podroscher Kirchspiel. Dieses Jahrhundert war vor allem durch zahlreiche Rekonstruktionsmaßnahmen zum Erhalt des Gebäudes gekennzeichnet. Evangelischer Gottesdienst ist hier einmal monatlich .